Exzellenzforum Schulvisite- und Zaungäste-Schulen 2018

18./19. Januar 2018, Hotel Sedartis, Thalwil

Digitalisierung von Lernen und Arbeiten

Am Exzellenzforum Schulvisite- und Zaungäste-Schulen 2018 stellten sich rund 40 Schulleiterinnen und Schulleiter den Fragen zur Bedeutung der Digitalisierung in der Schule. Was heisst sie für das Lernen von Schülerinnen und Schülern und für die eigene Arbeit? Welche digitalen Kompetenzen sind nötig, um sich zukünftig in der Gesellschaft und Arbeitswelt behaupten zu können? Welche analogen Kompetenzen sollen aus welchen Gründen nicht vernachlässigt/aufgegeben werden?

Feierabend-Gespräch

Zum Feierabend-Gespräch am Exzellenzforum lädt profilQ jeweils eine Fachperson ein, die nicht aus dem Schulbereich stammt und die als Einstieg ins Thema neue Aspekte und Diskussionspunkte einbringt. Gast am diesjährigen Exzellenzforum:

Prof. Dr. Marcel Salathé, Ecole polytechnique fédérale de Lausanne 

Marcel Salathé beschäftigt sich auf verschiedenen Ebenen mit der Digitalisierung. Er leitet das Digital Epidemiology Lab, das unter anderem – verkürzt ausgedrückt – auf der Basis von Auswertungen des Internetverhaltens von User/innen bestehende oder sich ausbreitende Epidemien identifiziert.

Als Mitglied der Geschäftsleitung von Swiss EdTech Collider steht Marcel Salathé einem von der EPFL eingerichteten Zentrums für Start-ups vor, die Bildungstechnologien entwickeln. Rund 30 solcher Start-ups arbeiten an den Co-Working-Arbeitsplätzen an Methoden und Lösungen für die Herausforderungen der digitalen Gesellschaft.

Schliesslich ist Marcel Salathé auch Direktor der neu gegründeten Extension School, einer  Art offener Fern-Volkshochschule, bei der man auf verschiedenen Niveaus und mit unterschiedlichen Schwerpunkten die nötigen Kompetenzen für das digitale Zeitalter erlangen kann. Die Module können mit einem offiziellen Certificate of Open Studies (COS) der EPFL abgeschlossen werden.

Die Vielfalt der Tätigkeiten von Marcel Salathé bot ein breites Feld an Diskussionspunkten für das Feierabendgespräch.

Kollegialer Austausch und Arbeit am Thema

Wie Digitalisierung in der Schule aussehen kann, zeigte Doris Frei, Schulleiterin in Elsau-Schlatt, am zweiten Tag. Sie beschrieb den Weg ihrer Schule zu einer iPad-Schule und  legte dar, welche Faktoren zentral sind für den Lernerfolg, wenn man digitale Lernmedien einsetzt.

Die Präsentation von Doris Frei >

Den zweiten Teil gestaltete Philippe Wampfler, Dozent für Fachdidaktik, Lehrer am Gymnasium Enge in Zürich und Autor zahlreicher Publikationen zu Social Media, Digitalisierung im Unterricht und digitaler Kommunikation. Vorbereitend hatten die Teilnehmenden sich mit dem SAMR-Modell zur Integration von Lerntechnologie auseinandergesetzt (SAMR = Substitution – Augmentation – Modification – Redefinition). Mit dem kollaborativen ZumPad-Tool holte Philippe Wampfler schon vorgängig erste Fragen und Einschätzungen von den Teilnehmenden ein. 

In seinem Workshop machte Philippe Wampfler deutlich, wie wichtig es im Rahmen der Digitalisierung ist, Themenfelder wie (digitale) Kommunikation, Anforderungen an die Infrastruktur, neue didaktische Methoden, Einbettung in den Lehrplan, gewünschte Kompetenzen etc. auseinander zu halten. Nur dann ist es möglich,  entwicklungsorientierte Diskussionen zu führen.

Die im Workshop verwendeten Unterlagen sowie zusätzliche Materialien hat Philippe Wampfler zur Verfügung gestellt und auf seiner Webseite aufgeschaltet.

Zu den Unterlagen von Philippe Wampfer >

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