Dynamische Berufsperspektiven von und für Lehrpersonen

Netzwerktagung vom 31. August 2016, Zentrum Liebfrauen, Zürich
Eine Kooperation von LCH, VSLCH und swissuniversities, veranstaltet von profilQ

 

Lehrpersonen sind beruflich mobil, allerdings orientieren sie sich, wenn sie sich beruflichen verändern wollen, oft nach aussen. Sie geben den Lehrberuf auf, bleiben aber mehrheitlich im Bildungssystem. Das heisst, der Lehrberuf scheint für laufbahnorientierte Personen nur begrenzte Möglichkeiten zu bieten. Für sie ist er eine Art Grundausbildung; er wird temporär und sequenziell ausgeübt.

Um dies zu verändern, muss das Berufsfeld von Lehrpersonen erweitert werden. Schon heute gibt es gute Praxisbeispiele für die individuelle und systemische Weiterentwicklung des Arbeitsplatzes Schule. Die geleiteten Schulen differenzieren sich zunehmend aus und benötigen Personen mit bestimmten Fachkompetenzen für systemrelevante Aufgaben – für die Qualitäts- und Unterrichtsentwicklung, die digitale Transformation, die Elternmitwirkung oder die Gesundheitsprävention. Ein Prozess, der das Berufsbild stärkt und neue Perspektiven eröffnet.

Für diesen Prozess der Ausdifferenzierung und Professinalisierung brauchen die Schulen aber mehr Gestaltungsmöglichkeiten in Bezug auf eine funktionsbezogene Binnendifferenzierung. Dazu benötigen sie schweizweit anerkannte Funktionsprofile und Weiterbildungen für systemrelevante Funktionen.

Die Weiterentwicklung der Berufsperspektiven von und für Lehrpersonen kann also nur im Gesamtsystem durch alle Beteiligten erreicht werden – Lehrpersonen, Schulleitungen, Pädagogische Hochschulen sowie Kantone und Gemeinden.

 

Das Arbeitspapier zur Laufbahnentwicklung von Lehrpersonen – verabschiedet von der Programmgruppe.

Inputreferat von Silvio Herzog Entwicklungsperspektiven von und für Lehrpersonen: Zentrale Begriffe und empirische Befunde