6. Schule und Vertrauen

Forum profilQ, 5. Dezember 2018

 

„Vertrauen ist für alle Unternehmen das grosse Betriebskapital, ohne welches kein nützliches Werk auskommen kann. Es schafft auf allen Gebieten die Bedingungen gedeihlichen Geschehens.“
Albert Schweitzer (1875-1965)

Albert Schweitzers Diktum hat Gültigkeit bis heute, vielleicht gar mehr denn je, vor allem für die Schule. Vertrauen ist das Fundament, auf dem die moderne Schule aufbaut. Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser.

Schulen sind eingebettet in ein dichtes und komplexes Feld von Beziehungen. In diesem Geflecht spielt Vertrauen eine zentrale Rolle: Vertrauen Lehrpersonen ihrer Schulleitung, ihren Kolleginnen und Kollegen? Haben Kinder und Jugendliche Vertrauen in ihre Lehrpersonen? Haben Eltern Vertrauen in die Lehrpersonen ihrer Kinder und vertrauen sie auf die Chancengerechtigkeit der Schule? Vertrauen Politik, Öffentlichkeit, lokale Behörden der Leistungsfähigkeit ihrer Schule? Wie steht es um das Vertrauen zwischen Inspektorat, Schulaufsicht bzw. externer Evaluation und Schulen?

Fehlt in diesem Beziehungsgeflecht das Vertrauen, ist die Funktionsfähigkeit der Schule in Frage gestellt. Das Vertrauen von Eltern, Stimm- und Wahlberechtigten sowie der  Politik ins Bildungssystem bzw. in die Schule(n) ist die Grundlage für eine qualitativ gute Schule und vermittelt die Sicherheit, dass die gegenseitigen Erwartungen erfüllt werden.

Zum Arbeitspapier des Forums Schule und Vertrauen

Input von Jürg Brühlmann: Vertrauen

 

Zum Weiterlesen

Vertrauen und Schule. Schwerpunktthema im Journal für Schulentwicklung 1/2018, Studienformular (Bestellung)

Frevert, Uta (2013): Vertrauensfragen. Eine Obsession der Moderne. München: C.H.Beck

Luhmann, Niklaus (2011): Vertrauen. Stuttgart: UTB.

Vertrauen. Herbstserie 2018. Neue Zürcher Zeitung

Was ist das eigentlich – Vertrauen? Überlegungen zu einer Haltung. Zürich: Das Magazin (41), 13.10.2018.