Die Initiative

Schul- und Unterrichtsqualität entsteht vor Ort, in Kooperation von eigenverantwortlich handelnden Schulleitungen und Lehrpersonen mit ausreichenden finanziellen und zeitlichen Ressourcen.

Die beiden Verbände Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH und die Schweizer Schulleiterinnen und Schulleiter VSLCH möchten zusammen mit beteiligten Fachpersonen die Lehrerinnen und Lehrer sowie die Schulleitungen auf allen Stufen bei ihrer Qualitätsarbeit unterstützen.

Sie lancieren dafür unterstützt von der Stiftung Mercator Schweiz die Initiative „profilQ“ zur Förderung einer professionellen schulinternen Qualitäts- und Unterrichtsentwicklung.

Grundlage für die gemeinsame Arbeit aller Beteiligten im Projekt profilQ ist eine mit diversen Beteiligten erstellte ­Verständigungs-Charta.

Verantwortung für die Unterrichts- und Schulqualität

Dank Hilbert Meyer, Andreas Helmke und nun auch John Hattie ist es heute klarer, was eine „gute Schule“, was „guter Unterricht“ ausmacht. Lehrerinnen und Lehrer, Schulleitungen, Lernende und ihre Eltern haben heute mehr Gewissheit, was wirkt. Lehrpersonen und Schulleitungen können auf der Basis von empirischem Wissen, von externen Evaluationsdaten, von selber gemachten systematischen Beobachtungen und eingeholten Rückmeldungen ihr professionelles Handeln evidenzbasiert weiter optimieren, und so das Lernen ihrer Schülerinnen und Schüler fördern und erleichtern.

Wie in vielen anderen Berufen muss heute auch im Lehrberuf das professionelle Handeln nicht nur evaluiert, sondern auch sorgfältiger begründet werden als früher. Lernende, Eltern, Behörden und Öffentlichkeit wollen wissen, warum Lehrpersonen und Schulleitungen dies und jenes tun oder auch nicht tun. Anders als in anderen Berufen hängt die Qualität von Bildung aber nicht nur von den Fachpersonen und dem Management ab. Auch die Möglichkeiten und die Motivation der Lernenden, die Unterstützung durch ihre Familien sowie die Infrastruktur, die finanziellen, personellen und zeitlichen Ressourcen welche Schulen zur Verfügung stehen, sind relevant.

Als Mitverantwortliche für guten Unterricht und eine gute Schule sind Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulleitungen ihrem professionellen Ethos verpflichtet. Sie können zur Qualität des eigenen Unterrichts und der Schule eigene Fragen stellen und Qualitätsaspekte untersuchen (lassen), aufgrund von evidenzbasierten Daten und Qualitätsnormen eigenverantwortlich Entwicklungsziele festlegen und so die Qualität ihres beruflichen Handelns weiter entwickeln. Zudem ist es notwendig, dass Behörden, Eltern und Öffentlichkeit über getroffene Massnahmen informiert sind, dass Rahmenbedingungen und Qualitätsprozesse diskutiert werden und dass Ergebnisse der Qualitätsarbeit und Lernerfolge adressatengerecht sichtbar werden.

profilQ zur Förderung der Professionalität

Es ist die Überzeugung der beteiligten Verbände LCH und VSLCH, dass Lehrpersonen und Schulleitungen den von ihnen verantworteten Beitrag für eine professionelle Schul- und Unterrichtsqualität und die dafür notwendige öffentliche Diskussion gemeinsam besser leisten können. Auf der Plattform profilQ sollen für den professionellen und öffentlichen Austausch von Erfahrung und Wissen über Schul- und Kantonsgrenzen hinaus Grundlagen zur Verfügung stehen.

Mit profilQ möchten wir in Kooperation mit Fachpersonen und Schulen das Vermögen von Schulleitungen und Lehrpersonen zur Evaluation und Entwicklung ihrer Arbeit sowie zur Diskussion darüber stärken. profilQ  macht Leistungen von Schulen öffentlich, fördert den kollegialen Austausch unter den Akteuren und Akteurinnen, liefert Tools und Fachwissen. Damit soll die Professionalität von Lehrerinnen und Lehrern und von Schulleitungen unterstützt werden – zur Förderung des Lernens und des Kompetenzerwerbs der anvertrauten Kinder und Jugendlichen.

Aktuell

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